Verfasst von: suburbansky | Freitag, 23. November 2007

„Psychotherapie“ und metrobasel

Ein Leserbriefschreiber empfiehlt heute in der Basler Zeitung all den politisch für das Herzstück verantwortlichen eine „Psychotherapie“, da sie krampfhaft „nach Zürich schielen“. Der der gleichen Ausgabe beigelegte dritte „metrobasel“ Report weist auf den schlechten ÖV in der Agglo Basel hin – und kommt zum Schluss: „Wenn Basel in einem Bereich von Zürich lernen muss, so ist es die Regio-S-Bahn.“ (S. 26)

Was ich auf diesen Seiten schon ganz zu Beginn als Credo notiert habe (siehe hier), bestätigt nun auch der aktuelle „metrobasel“-Report: Basel täte für einmal gut daran, dem Vorbild Zürichs zu folgen. Und auch was die Ausbaufähigkeit der S-Bahn in der Kernstadt und der engeren Agglomeration betrifft, bestätigt der Bericht das hier vertretene Credo: Die ÖV-Erschliessung innerhalb der Stadt Zürich und im direkten Umland (Glatttal, Forchtal, Limmattal) ist in diesem grossen Gebiet klar besser als im flächenmässig sehr kleinen Kanton Basel-Stadt. Ausserdem ist das Unterbaselbiet – verglichen mit der Nähe zum Stadt – sehr schlecht erschlossen. (S. 26f.)

Das kann nur heissen: Ohne schlechtes Gewissen von Zürich lernen und neue S-Bahn-Verbindungen innerhalb der Kernstadt und der engeren Agglo schaffen – und dabei spielt das Herzstück eine tragende Rolle. Dieser Ausbau kostet viel Geld, das bestätigt auch der Report; doch dieser würde sich für die ganze Metrobasel lohnen. Ein „Finanzdesaster“ (wie der eingangs zitierte Leserbriefschreiber orakelt) wird nicht entstehen, da der Nutzen überwiegt. Herzstück und Co. sind keine Ausgeburten eines angeblichen „Minderwertigkeitskomplexes gegenüber Zürich und echten Mega-Citys“, sondern ein vitales Interesse unserer aufstrebenden Mini-Metropole, die sich vor niemandem zu verstecken braucht – schon gar nicht hinter dem nur minim grösseren Zürich oder dem deutlich kleineren Genf.

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Responses

  1. In der Tat könnte Basel hier von Zürich etwas lernen. Zürich hat für seine Infrastruktur wiederholt einige Millionen Kantonsgelder investiert und dafür Milliarden aus Bundesbern erhalten. In all dieser Zeit schieben sich die Basler Behörden gegenseitig den Ball über die Hülftenschanz zu, statt dass sie mutig mal Ausbauvorlagen vorantreiben, die dann auch in Bundesbern deponiert werden können. Am Geld kann es in der Region ja nicht fehlen – wenn so viel Steuern plötzlich nicht mehr nötig sein sollen.


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