Verfasst von: suburbansky | Freitag, 22. Februar 2008

«Frankreich ist hier, in Ihrer Reichweite…»

…frohlockt das Tourismusbüro. Oder etwa doch nicht? Es hat zwar eigentlich nichts mit der S-Bahn zu tun, aber ich habe mir gerade mal wieder das Bahnangebot nach Frankreich vor Augen geführt. Nach Strasbourg gibts ja mittlerweile praktisch Stundentakt, zur Rush Hour sogar noch Zusatzzüge. Paris geht dank TGV auch schon ganz ordentlich. Will man aber woanders hin, dann machts einem die SNCF ganz schön schwer…

Basel nach Dijon (knapp 250km) ist unter fünf Stunden kaum zu schaffen, Basel nach Reims (knapp 400km) ist zwar einmal pro Tag in knapp unter vier Stunden zu schaffen, bei den meisten Verbindungen wird man allerdings erst mit dem TGV (teuer!) nach Paris (an Reims vorbei) und dann wieder zurück gejagt. Die Liste liesse sich beliebig ergänzen.

Nach dem TGV täte die SNCF gut daran, auch einmal in den „Regionalverkehr“ zu investieren, damit zum Beispiel auch die ostfranzösischen Grossstädte endlich regelmässige und gute Verbindungen untereinander haben. Aber bis dahin wird vermutlich noch mancher TGV an Reims vorbeischiessen…

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Responses

  1. in vielen europäischen länder ist man ÖV-technisch schnell in der provinz, wenn man sich die schweizer standards gewohnt ist. ich war vor 3 jahren in sheffield, die fünftgrösste englische stadt mit 520’000 einwohner. für den rückflug nach basel musste ich samstag morgens ins 120km entfernte manchester, eine der grössten städtischen agglomerationen englands, reisen und dann weiter nach liverpool. nur verkehrten samstag morgens um etwa 7uhr keine züge zwischen sheffield und mancheter und ich musste einen grossen teil der strecke über feld und wiese mit einem reisebus zurücklegen :)… und das zwischen zwei der grössten städte englands.

  2. Da hast du natürlich recht, dass wir in der Schweiz etwas verwöhnt sind. ;-) Die Bahn in England ist durch die Privatisierung halt sehr stark nachfrageorientiert, d.h. dass nur Züge vor allem auf nachfragestarken Strecken und zu nachfragestarken Zeiten verkehren. Ist irgendwie verständlich, schliesslich müssen die Bahngesellschaften ja wirtschaftlich rentieren. Zu „normalen“ Zeiten fahren in England aber auf den meisten Strecken genügend Züge. Schade ists trotzdem.

    Nur von einem Staatskonzern wie der SNCF erwarte ich halt schon noch etwas mehr „Service public“, die Staatskonzerne SBB und DB könnens ja schliesslich auch.


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