Verfasst von: suburbansky | Mittwoch, 12. März 2008

Anzug Morgartenring an Basler Regierung überwiesen!

Der Basler Grosse Rat hat heute den Anzug von Christian Egeler und Konsorten betreffend S-Bahnstation Morgartenring-Allschwil an die Regierung überwiesen – und das mit grossem Mehr gegen 9 Stimmen! Opposition kam von der SVP, in Person des Parlamentariers Tommy Frey, welcher die S-Bahn nicht zum Tram machen will, da sie die Aufgabe zur raschen Überbrückung längerer Strecken habe. Doch was nützt eine superschnelle S-Bahn, wenn sie nicht dort hält, wo viele Menschen Leben und arbeiten, was am Morgartenring ja unbestritten der Fall ist. Die alte Feinverteiler/Grobverteiler-Diskussion lässt grüssen. Immerhin betonte Anzugssteller Egeler, dass es die weitaus sinnvollste S-Bahnstation auf Basler Stadtgebiet wäre – und distanzmässig weiter von den beiden nächstgelegenen Bahnhöfen entfernt liegt als der Bahnhof Stadelhofen in Zürich, der ja der zweitgrösste Bahnhof der Schweiz ist (grösser als Basel und Bern), obschon nur S-Bahnen dort verkehren – und es ebenfalls eine Tramverbindung zum HB gibt.

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Responses

  1. Sehr gut sag‘ ich da nur! Die einzige Frage die sich mit stellt: Laut Richtplan soll die Strecke SBB – St. Johann vierspurig ausgebaut werden (wohl für den EAP-Anschluss). Ebenfalls sollte der Bahndamm zwischen Zolli und Morgartenring einst überdeckt sein. Weiss jemand wie sich die SBB das vorstellt? Am Günstigsten wäre doch wohl die Verlegung der Gleise an Stelle der bisherigen Böschung nur sollte man sich das überlegen, bevor man dort eine Haltestelle hinbaut. Ich bin auch gespannt zu erfahren wie die Elektrifizierung vorgesehen ist. Vier Gleise tönt nach 2x französisch, 2x Schweizerisch. Dann braucht es auch keine Zweisystem-Flirts für die S-Bahn. In diesem Szenario würden aber alle Personenzüge an den EAP durch die S-Bahn-Haltestelle fahren, was wiederum Sicherheitsfragen aufwirft. Wären hingegen zwei Gleise für die S-Bahn reserviert stellt sich die Frage, ob eine Blockschaltung der anderen Gleise bei einer späteren dichteren Zugfolge (dazu gehört auch der Güterverkehr!) überhaupt machbar ist. Eine Menge Fragen also.

  2. Über die technischen Details bezüglich Spannung etc. herrscht meines Wissens nach noch keine Klarheit, und selbst kenne ich mich damit auch zu wenig aus, muss ich zugeben, aber ich glaube, eine Lösung wird sich schon finden lassen.

    Ich bin absolut einig mit dir, dass man nicht einfach mal eine Haltestelle hinknallen sollte, ohne sich vorher über die ausgebaute Version der Strecke im Klaren zu sein. Der Ausbau findet aber, meines Wissens nach, nur auf der offenen Strecke statt, die beiden Tunnels bleiben glaub ich zweispurig.

    Über Sinn und Unsinn einer Überdachung möchte ich mich jetzt nicht gross äussern – ausser, dass ich sie als Teil des Bahnhofs Morgartenring für sinnvoll halte :-)… Zwischen Allschwilerstrasse und Helvetiaplatz sollte man die Gleise zudecken, dann hat man gleich einen Bahnhofplatz, auf dem man noch eine Zeile Gewerbefläche (Pronto-Shop, Café, Kiosk) hinstellen könnte.

    Aber du hast natürlich recht dass man zuerst einmal die Planungen für den Ausbau der Strecke (und den Anschluss EAP) aufnehmen muss, und erst wenn diese bekannt sind, sollte man die Haltestelle bauen. Man könnte ja erst einmal eine Art Provisorium erstellen, welches dann bei einem Streckenausbau einfach und günstig erweitert werden könnte, denn der Ausbau liegt wohl noch in weiter Ferne. Aber die Pläne sollte man dann schon kennen…

  3. So viel ich gehört habe, wollen die SBB dereints den Bahnhof SBB unterirdisch erweitern, das könnte mir die zwei zusätzlich eingeplanten Geleise erklären?

  4. @suburbansy:

    Offenbar verstehen wir uns hier genau. Ich finde eine Überdachung ebenfalls sinnvoll, nur ein zweigleisiger Ausbau auf den Nicht-Tunnel-Strecken halte ich für eine halbe Sache, da sagt auch der Richtplan (1) etwas anderes. Aber auf jeden Fall pro Haltestelle Morgartenring!

    @David: Von wo weisst du das mit dem unterirdischen Ausbau?

    (1) http://www.richtplankarte.bs.ch/geoviewer/index.php?instance=richtplan&theme=1012&cps=611369,267713,50000

  5. *hüstel* Da hab ich mich wohl auf veraltetes Material verlassen… Allerdings frage ich mich, ob die beiden Tunnels überhaupt ausgebaut werden können, so dicht wie sie unter der Strasse und den Gebäuden liegen – da fährt man bald einmal den Leuten durch den Keller, und Häuser im grossen Stil abreissen kann ja auch nicht die Lösung sein.

    Das mit dem unterirdischen Ausbau hab ich auch schon gehört, aber ich nehme an, dass das dann fürs Herzstück wäre: Das liegt ja recht tief im Boden drin, und eine Achterbahn-ähnliche Steilrampe durch den Zoo lässt sich wohl nicht durchsetzen… ;-)


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