Verfasst von: suburbansky | Dienstag, 3. November 2009

Herzstück, Variante V

Hallo und herzlich willkommen zurück! Viel Zeit ist vergangen seit meinem letzten Post hier, und ich hoffe, einige Leser von damals finden wieder den Weg zu meinem Blog. Es war eine ereignisreiche Zeit: Ich selbst habe mich im Rahmen meiner Lizentiatsarbeit intensiver denn je mit der Regio-S-Bahn befasst, und auch in der politischen Debatte ist einiges gelaufen. Einen Erfolg kann ich wohl für mich verbuchen: Wahrscheinlich ist es primär meinem Input und dem politischen Engagement von Siro Imber und Christian Egeler zu verdanken, dass heute bei den Planern ein grundsätzlicher Konsens darüber zu herrschen scheint, dass am Morgartenring eine S-Bahn-Haltestelle hingehört. Das ist doch schon mal was!

Politisch hat sich aber hauptsächlich im Bereich der Herzstück-Linienführung etwas bewegt – die lange Zeit relativ festgefahrene Diskussion um verschiedene Herzstück-Varianten hat wieder – oder erstmals richtig – an Fahrt gewonnen. Nebst der von der landrätlichen Verkehrskommission lancierten Ringbahn – dazu möchte ich mich in einem späteren Post etwas ausführlicher äussern – geistert neu auch eine „V-Variante“ herum.

Grundsätzlich besteht diese aus dem Herzstück Mitte plus einem Ausbau der Elsässerbahn auf vier Spuren, kurzum auf S-Bahn-Standard. Eine solche Variante scheint mir klar realistischer, als das eher sinnlose „Y“ mit einem Tunnel Marktplatz-St. Johann. Etwas ähnliches habe ich denn auch schon im Rahmen meiner Lizentiatsarbeit vorweggenommen. Die grösste Chance aus einer „V-Variante“ besteht allerdings darin, die beiden so entstandenen S-Bahn-Kernstrecken – Herzstück durch die Innenstadt und Elsässerbahn – miteinander zu verbinden, damit direkte Fahrten Marktplatz-Morgartenring (ohne Umweg über den Bahnhof SBB) möglich wären. Damit könnten auch von Deutschland aus (Wiesental und Hochrhein) sowohl der Flughafen als auch Basel-Nord/St. Johann schnell und umsteigefrei erreicht werden. Von der Schweiz aus wären Flughafen und St. Johann nicht via Herzstück, sondern via SBB-Elsässerbahn erreichbar.

Das reizvolle an dieser Variante ist, dass die beiden divergierenden Ansprüche „Anschluss der Region ans Basler Stadtzentrum“ und „Anschluss der Region an Entwicklungsschwerpunkte im Basler Norden“ unter einen Hut gebracht werden. Einen Schritt in diese Richtung hat das Baudepartement mit der „Variante V“ gemacht – jetzt muss noch der zweite folgen, dann kommt es gut!

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Responses

  1. Vielleicht sollte man den Weg des kleinsten Wiederstandes wählen. Was ich damit meine?
    Beim Bf St. Johann die Strecke unterirdisch aufs Feld „Carrière nach Huningue führen, dort eine neue Rheibrücke zum Hafen, auf dem Trassee der Hafenbahn zum Badischen Bahnhof führen. Die einzigen Neubauten wäre die Unterführung zum Feld „Carrière“, eine Rheinbrücke und die eine oder andere Weiche.
    Stationen könnten sein „Huningue Carrière“, „Basel Wiese“
    (Landeskarte 1:25’000, Feld 610-612//269-271)

  2. Kleinster Widerstand daher, da dies wohl eine günstige Variante ist mit viel bestehender Infrastruktur und verhältnismässig wenig Neubauten.


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