Über diese Seite

Willkommen beim unabhängigen Thinktank für die Regio-S-Bahn Basel!

Als wirtschaftsstarke Metropolitanregion mit rund 731’000 Einwohnern (479’300 in der Schweiz, 188’500 in Deutschland, 63’300 in Frankreich; Quelle: Bundesamt für Statistik) verdient die trinationale Agglomeration Basel ein leistungsstarkes S-Bahn-Netz. Seit den 1990er-Jahren fanden zwar unter dem Label „Regio-S-Bahn Basel“ diverse Verbesserungen des regionalen Bahnangebotes statt (ein Überblick über die Geschichte findet sich hier), doch der grosse Wurf blieb bisher aus. Nach wie vor sind die verschiedenen Regionalbahnlinien nur lose miteinander verknüpft, eine gewisse Einheitlichkeit des Angebots und des Erscheinungsbildes fehlen, vor allem dann, wenn eine Landesgrenze dazwischen liegt.

Dieser Online-Thinktank nimmt es sich zur Aufgabe, frei von jeglichem äusseren Einfluss, neutral und sachlich über Möglichkeiten zur Optimierung und zur Weiterentwicklung des trinationalen S-Bahn-Netzes in und um Basel nachzudenken. Kritische Kommentare und eigene Vorschläge von Ihnen als Leser sind nicht nur willkommen, sondern absolut notwendig, um dieses Projekt zu einem lebendigen Forum zu machen. Schliesslich möchten wir hier nicht nur abgehobene Gedanken- und Planspiele betreiben, sondern möglichst viele Impulse geben, die in der einen oder anderen Form auch realisiert werden könnten.

Das Credo

Damit Sie sich schon jetzt eine ungefähre Vorstellung machen können, in welche Richtung die hier gemachten Ideen gehen, seien hier schon einmal einige Grundgedanken kurz vorgestellt:

  • Basel ist eine trinationale Grossagglomeration – und nicht, wie noch von vielen Menschen hier geglaubt, ein unbedeutendes Städtchen irgendwo am Rande der Schweiz. Die Agglo Zürich ist zwar etwas grösser (gut 1 Million Einwohner), aber der „gefühlte“ Unterschied zwischen Basel und Zürich ist deutlich grösser als der tatsächliche. Die Agglomeration muss trotz ihrer vielfachen Teilung durch Landes- und Kantonsgrenzen zwingend als Einheit gesehen werden. Diese Einheit kann im europäischen Vergleich problemlos mithalten: Basel kann von der Grösse her mit Stadträumen wie Dresden, Liverpool, Newcastle-upon-Tyne oder Bordeaux verglichen werden.
  • Die S-Bahn Basel hat ein grosses Potenzial, von dem heute nur ein Bruchteil auch genutzt wird: Sie kann schnelle und umsteigefreie Verbindungen zwischen allen drei Ländern der Region herstellen und somit die Identifikation mit der trinationalen Agglomeration stärken. Sie kann bei einer guten Ausgestaltung des Angebots den motorisierten Individualverkehr deutlich reduzieren. Sie kann in der Stadt Basel und der engeren Agglomeration mit neuen Haltestellen für neue Impulse in Quartieren sorgen.
  • Neue Haltestellen sind dringend nötig, vor allem in der Stadt Basel und der engeren Agglomeration. Dank den neuen, leistungsstarken Fahrzeugen (FLIRT) verlängert sich die Fahrzeit durch viele Haltestellen kaum. Die S-Bahn Zürich und die Stadtbahn Zug verfügen über zahlreiche Haltestellen im Kernstadtbereich, teilweise in sehr kurzen Abständen. Ausserdem kann mit neuen Haltestellen endlich auch ein Nutzen für die Stadt Basel erreicht werden; bisher profitieren vor allem weiter entfernt gelegene Agglo- sowie Landgemeinden vom S-Bahn-Angebot.
  • Die S-Bahn Zürich ist ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche S-Bahn mit eigentlich relativ einfachen Mitteln. Für einmal sollte man den „Anti-Zürich-Reflex“ vergessen und lieber etwas von der ewig beneideten Metropole lernen.
  • Last but not least: Es ist klar, dass eine gut ausgebaute S-Bahn nicht gratis ist. Ebenso klar ist jedoch, dass es sich dabei nicht um einen Luxus, sondern um eine Notwendigkeit handelt. Die Agglomeration Basel ist wirtschafts- und finanzstark und sollte sich daher auch grössere und teurere Projekte leisten können. Daher tritt die Finanzierungsfrage auf diesen Seiten etwas in den Hintergrund, ebenso die garantierten juristisch-administrativen Probleme über die Grenzen hinweg. Es gilt folgender Grundsatz: Wird ein Projekt wirklich als allgemein gewünscht und notwendig erachtet, lassen sich auch die Finanzierungsfrage und die partnerschaftlichen Differenzen schnell und unkompliziert lösen.

Getting started: Aufbau dieser Seiten

Schliesslich noch ein kurzes Wort zur Navigation:

In der Hauptansicht (also jene, die man erreicht, wenn man https://regiosbahn.wordpress.com/ eingibt), finden sich mehr oder weniger lose Ideen, Gedankenfragmente und Kommentare zum S-Bahn-Tagesgeschehen, kategorisiert in einigermassen selbsterklärende Rubriken (z.B. „Stadtbahn“ für alle Ideen, welche die Stadt und die engere Agglo betreffen, oder „Deutschland“ für alle Ideen, welche Deutschland betreffen). Alle Artikel einer Rubrik lassen sich über einen entsprechenden Klick in der rechten Randspalte anzeigen.

Zusätzlich gibt es spezielle „Themenseiten“, so wie diese Einleitung eine ist. Auf diesen Seiten werden einige Ideen vertieft angedacht und ausgeführt; bisher online ist eine Seite über mögliche neue Haltestellen, geplant sind ausserdem Beiträge über mögliche neue Strecken- und Linienführungen, über die Marke „Regio-S-Bahn“ (Erscheinungsbild der Züge und Bahnhöfe, etc.) oder zum Schienenanschluss der EuroAirport. Diese Seiten erreichen Sie durch einen entsprechenden Klick in der Kopfzeile. Ausserdem lassen sich die Seiten auch bookmarken; diese Einleitung etwa lässt sich direkt über https://regiosbahn.wordpress.com/about/ erreichen.

Wer steht hinter dieser Seite?

Wie gesagt, diese Seite nimmt in Anspruch, völlig unabhängig zu sein. Initiant ist Samuel Mattli, seit 2000 als Journalist mit zahlreichen Artikeln zum ÖV im Raum Luzern präsent, und seit einigen Jahren in Basel wohnhaft; Student der Humangeografie an der Universität Basel und aktiv an Themen des ÖV interessiert. Ich hoffe allerdings, dass sich diese Seite mit der Zeit zu einem aktiven Forum entwickeln wird und ich bald einmal nicht mehr der einzige Ideengeber sein werde!

Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und Ihre Teilnahme!

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Responses

  1. Hallo Samuel

    Ich habe mir vor wenigen Wochen eine solche Plattform gewünscht, und schon ist sie da! (und dank der BAZ habe ich sie sogar gefunden). Toll und vielen Dank für deine Idee, Initiative und Arbeit. (Ich habe die Seite zwar gar noch nicht angeschaut, aber ich bin mir sicher, es geht genau in die Richtung welche ich als mögliche Förderung des ÖV in der Region Basel sehe).
    Seit Jahren verfolge ich die Entwicklung des ÖV in der Region, freue mich über die (kleinen) Verbesserungen, empfinde es aber alles in allem als wenig visionär. Alles geht sehr langsam und wirkt halbherzig. Da ist es gut wenn von einer neuen Seite Schub kommt. Ich bin gerne bereit mich im Rahmen meiner Möglichkeiten für diese Sache zu engagieren!

    Thomas

  2. Wieso nicht via Thinktank Regio-S-Bahn einen allumfassenden Plan für die Region auarbeiten, dann Politiker in allen drei Ländern finden, die ihn unterstützen und diesen dann offiziell publik (Pressekonferenz und diese Seite etc.) machen und dann lobbyieren wie die Weltmeister!

  3. Hallo suburbansky

    Tolle Seite hier, nur weiter so!
    Auf eine Erfolgreiche Planung in der Region Basel!

    Gruss sämelihülz

  4. Die S-Bahn Basel ist wirklich noch weit in der Steinzeit, wenn man sich andere Städte anschaut. Das Problem ist aber, wie von Herrn Mattli bereits erkannt, auch im Dreiländereck zu suchen. Das zb der Flirt in Frankreich immer noch die Zulassung (aus bürokratischer „Dummheit“) Fehlt und durch (verrückte) Grenzkontrollwünsche im St. Johann keine richtigen Halte möglich sind, erschwert das Ganze unnötigerweise.

    Wenn wir mal davon ausgehen, dass wir diese Probleme lösen können, so muss für eine gute S-Bahn die nötige Infrastruktur vorhanden sein. Damit meine ich nicht nur die Gleise aus unterschiedlichen Richtungen, sondern auch – analog zum Zürcher HB – kreuzungsfreie Zufahrten in die Bahnhöfe, allen voran Basel SBB.

    Die hier vorgeschlagenen Haltestellen machen durchaus alle Sinn, doch wie schwer solche sind, zeigt sich doch, dass eine vorhandene S-Bahn Station nicht so konzipiert ist, dass fahrplanmässig Züge halten können. St. Jakob könnte bereits – trotz eingleisig – sinnvoll in die S-Bahn integriert sein und das ganze Gebiet aufwerten.

    Neben der Infrastrukur benötigt die Region Basel eine trinationale Zusammenarbeit in Form eines Verkehrsverbundes. Anstatt dass sich jeweils Baselland mit Basel, dann noch ein wenig das Aargau, Solothurn nicht zu vergessen, streiten, wo man was jetzt tun soll, nur um dann mit denn geteilten Meinungen aus Deutschland und Frankreich konfrontiert zu werden, kann hier ein Verkehrsverbund, wo ALLE einsitz haben und ZUSAMMEN das weitere vorgehen erarbeiten, viel schneller und effizienter Lösungen finden.

    Doch hier wäre die Politik gefordert – nicht um mehr Arbeit zu erledigen, sondern diese Verantwortung an Delegierte im Verkehrsverbund zu übertragen. Die Bewohner und die Umwelt werden es Danken.


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